Das Asus Padfone ist ein neues Kapitel der Smartphone-Geschichte. Im Gegensatz zum Motorola Atrix, das man ausschließlich an ein Lapdock anstecken kann, verschwindet das Padfone komplett in einem Tablet-Dock. Außerdem gibt es eine Docking-Tastatur, die Asus auch beim Transformer Prime schon verwendet hat und ein Bluetooth-Headset in Stiftform. Telefonate werden im Tablet über Lautsprecher oder im Netbook-Modus mit dem oben genannten Bluetooth-Stift geführt. Ist das Smartphone in das Dock eingelegt, so lassen sich alle Features auch mit dem großen Bildschirm des Tablets nutzen. Das Asus Padfone verwendet das Betriebssystem Android 4.0.3 ohne zusätzliche Benutzeroberfläche. DDS-unterstützte Anwendungen, zeigen automatisch eine optimale Bildschirmdarstellung für die einzelne Betriebsart.

 

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Das Padfone selbst besitzt einen 1,50 GHz schnellen Snapdragon-Dual-Core Prozessor, 1 GB Arbeitsspeicher, ein SuperAMOLED Corning Gorilla-Glas-Display und eine 8 Megapixel Kamera. Während das Padfone in Betrieb ist, kann es in das Tablet gesteckt und wieder heraus genommen werden. Es verwandelt sich in dieser Kombination in ein 10,1 Zoll-Tablet mit einer Auflösung von 1280×800 Bildpunkten. Die Verbindung erfolgt über Micro-HDMI, Micro-USB und einen 40pin-Connector. Nachdem das Padfone eingesteckt ist, wird dies sofort erkannt und kann verwendet werden. Das Gute an dieser Kombination ist, dass die großen Akkus des Tablets und der Tastatur die Laufzeit verlängern und der Padfone-Akku nebenbei geladen wird. Sind alle Geräte komplett entladen, dauert es etwa 15 Stunden bis die Kombination wieder voll einsatzfähig ist. Das Tablet besitzt nicht mehr als einen großen Akku, ein Display mit kapazitivem Touchscreen und mehrere Anschlüsse. Die Rechenleistung bringt das Smartphone.

 

Als Tablet macht sich das Padfone extrem gut. Es reagiert präzise auf die Eingaben, ist aber im Vergleich zum Transformer Prime nicht so hell und spiegelt stark bei extremem Lichtverhältnissen. Die dazugehörige Tastatur besitzt ein QWERTY-Tastenlayout. Asus aber hat versichert, dass es für den deutschen Handel eine QWERTZ-Tastatur geben wird. Die Tastatur ist auch für das Auslösen eines Screenshots, für die Regelung der Helligkeit und für die Aktivierung des Ruhezustandes verwendbar. Die Tasten liegen weit genug auseinander und haben einen guten Druckpunkt.

 

Das Padfone ist im großen und ganzen eine eindrucksvolle Erfindung. Das Stecksystem funktioniert problemlos, zumal die einzelnen Geräte hierfür nicht ausgeschaltet werden müssen, die starke Hardware und auch die gute Performance im Tablet sind weitere Pluspunkte. Trotz der niedrigen Akkulaufzeit des Smartphones hinterlies es einen guten Eindruck in Sachen Verarbeitung.
Die Preislatte hingegen ist mit 699€ (ohne Tastatur) doch etwas weit oben angesiedelt. Man sollte sich bereits vorher überlegen, ob man nicht vielleicht für das Geld Alternativen sucht, oder einem doch der Style wichtiger ist. Denn, wenn man bedenkt, haben sowohl die Tablet-Dock, als auch die Tastatur keinerlei Funktion ohne das Padfone.